Viele Menschen kennen es vom Bergsteigen: Man ist außer Atem, erholt sich aber nach der Anstrengung gleich wieder. Anders ist es bei Kurzatmigkeit (Dyspnoe) im Alltag. Hier haben Betroffene das Gefühl, nicht schnell und tief genug einatmen zu können. Oder sie atmen ein, bevor das Ausatmen abgeschlossen ist. Ein Engegefühl in der Brust kann auftreten. Manchmal sind auch Schmerzen im Brustkorb oder Husten ein Begleitsymptom.
Erkrankungen des Herzens oder der Lunge prüfen
Diese Kurzatmigkeit tritt meist als Folge von Erkrankungen des Herzens oder der Lunge auf. Beispielsweise kann sich bei Herzschwäche Wasser in der Lunge ansammeln. Bei einer Verengung der Atemwege kann es zum sogenannten Herzasthma kommen. Manche Herzpatienten wachen nachts auf und schnappen panisch nach Luft. Bei einer Lungenerkrankung wie COPD (chronisch obstruktiver Lungenerkrankung) kommt es ebenfalls zu Schwierigkeiten beim Einatmen oder Ausatmen. Auch eine akute Lungenembolie oder Lungenentzündung kann die Ursache für Atemprobleme sein. Übergewicht, Rauchen oder psychische Gründe können ebenfalls zu Kurzatmigkeit führen.
Bei Kurzatmigkeit den Arzt aufsuchen
Bei wiederholter minutenlanger Kurzatmigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg sollte man den Hausarzt aufsuchen und die Ursache abklären lassen. Wenn man im Ruhezustand unter Kurzatmigkeit und akuter Atemnot leidet, Schmerzen im Brustkorb hat, rasender Herzschlag oder Aussetzen des Herzschlags auftreten oder man verwirrt ist, sollte man den Notarzt rufen. Zusätzliche Warnsymptome sind Nachtschweiß und Gewichtsverlust.